Nachgefragt: BEST OF EVENTS – Gauklerbörse, Leid-Messe oder Branchentreff?
3. Februar 2011 | Von aw | Kategorie: Nachgefragt, News, SeitenblickeZwei Wochen ist es bereits her, dass die “Leitmesse” der Live-Kommunikation in Dortmund stattfand. Nach wie vor scheiden sich die Meinungen zwischen “Leitmesse mit Potential” und “Gauklerbörse”. Wir wollten es genauer wissen und haben bei Besuchern und Ausstellern nachgefragt!
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Andreas Grunszky
Geschäftsführer Beeftea Group
“Die Messe war grauenvoll”.
Kleinkunst, WC Anlagen und Hüpfburgen. Keine Neuerungen. Wenn man Leute treffen und Wiedersehen möchte war dies ein guter Ort (Networking). Aber abgesehen von den qualitativ hochwertigen Ständen wie Party Rent oder andere war die Messe laut (Torwandschießen, Künstler Auftritte) und keine Messe Highlights. Es waren die gleichen Aussteller wie im Jahr zuvor.
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Das heißt nicht, dass Frau Nöhre einen schlechten Job macht oder die Messe an sich schlecht ist. Aber wahrscheinlich bin ich als Agentur Geschäftsführer der weniger mit Dixi Klos, Kleinkünstlern etc. zu tun hat nicht die richtige Zielgruppe. Da wird eher der Nachwuchs angesprochen. Ich glaube, dass darunter auch der Kongress leidet.
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Michael Hosang
Inhaber Studieninstitut für Kommunikation
Nach der Kür im letzten Jahr nun also die Pflicht. Auch hier konnte die BoE aus Sicht des Studieninstituts punkten. Genügend Laufpublikum, Messestand als Anlaufstation für alte und neue Kontakte sowie eine glanzvolle Award-Zeremonie (INA- und BEA-Award) sowie ein sehr interessiertes Fachpublikum beim INA-Nachwuchsforum. Aussteller-Herz was willst Du mehr?
Sich wiederholende, langjährige Veranstaltungen und Messen wachsen – durch das Angebot der Aussteller, die Qualität der Besucher, die Attraktivität des Services und Begleitprogramms sowie natürlich durch verkaufte Quadratmeter. Das Grundkonzept stimmt, ein wenig Finetuning an einigen Stellen und die 10.000er Besuchermarke wird 2012 geknackt – dann gibt es auf der Messeparty richtig was zu feiern.
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Dominik Deubner
Geschäftsführer DOMSET
Best of Events 2011 – die Leidmesse der Branche?
Nach vielen Jahren Abstinenz habe ich sie dieses Jahr wieder besucht, unsere Fachmesse, die von manchen auch gern als Leitmesse der Eventbranche betitelt wird. Aber ist sie das wirklich? Ich hatte auf Änderungen, Verbesserungen und ein klares Zeichen in Richtung Live-Kommunikation gehofft.
Leider bot sich mir überwiegend das bekannte Kuriositätenkabinett: ein buntes Wirrwarr aus ferngesteuerten Eventmodulen, Künstlern, Technikdienstleistern und Werbeartikelherstellern – ohne System präsentiert. Für Auszubildende und „Eventneulinge“ ist die BoE bestimmt immer noch ein guter Startpunkt, um sich einen ersten Überblick über die vielfältigen Dienstleister zu verschaffen.
Für konzeptorientierte Eventler, die sich in erster Linie mit strategischer Live-Kommunikation auseinandersetzen und nicht die Wahl des richtigen Impro-Künstlers im Sinn haben, bietet ein Besuch der BoE nur wenig Anreize.
Was für eine „Leitmesse der Eventbranche“ fehlt, ist „echter“ Austausch unter Branchenprofis zu relevanten Inhalten:
- Wo bietet uns die BoE eine funktionierende Plattform? Da muss doch mehr möglich sein, als die zufällige Begegnung auf dem Flur oder am Stand.
- Wo sind Workshop- und Vortragsangebote auf Agenturinhaberniveau?
- …wo die Möglichkeit, neben der FME-Onlineplattform ereignisfeld.com spannende Konzepte zu präsentieren und evtl. sogar konstruktiv zu diskutieren?
- …wo die vielen spannenden Dienstleister, die für 360-Grad Live-Kommunikation spürbare Mehrwerte zu bieten haben?
Bei der Best of Events sind konzeptionelle Ansätze und Inhalte in diese Richtungen nicht erkennbar gewesen. Dem Anspruch, als Vorzeigemesse und Wegweiser unserer Branche herzuhalten, wird die BoE daher meiner Meinung nach nicht gerecht. Schade. Denn ein solches Format würde uns als Branche und auch unserem Fachverband FME besser zu Gesicht stehen…
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Carsten Knieriem
Geschäftsführer Carsten Knieriem Live Communication
Die „BEST OF EVENTS“ ist ein wichtiger Branchentreffpunkt mit hohem Nutzwert. Bestens geeignet, um sich sowohl einen Überblick über die verschiedenen Dienstleister zu verschaffen als auch zum Networking. Viele Aussteller präsentierten sich dieses Jahr nochmals größer und professioneller, was eben auch die Entwicklung der Event-Industrie widerspiegelt.
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Wenngleich das Angebot vielfältig war, fehlten mir eindeutig die Innovationen. Sowohl bei den Ausstellern, als auch bei dem Format der Messe an sich. Schade, denn so eine Messe sollte nicht nur den Status quo einer Branche repräsentieren, sondern auch den Blick nach vorne wagen. Nach dem zweiten erfolgreichen Jahr in Dortmund, dürfte sich der Veranstalter dort nun „zu Hause“ fühlen, so dass für 2012 dieser notwendige Raum für Entwicklung genutzt werden kann.
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Wolf Rübner
Inhaber Eventcampus
„Es gibt eigentlich keinen gescheiten Grund, nach Dortmund zu fahren. Und doch fahren viele hin, ich auch. Aus einem ganz altmodischen Motiv – Leute treffen.
BoE 2011, alles wie gehabt? Ganz sicher ein dejá vu, aber halt, nicht ganz, es fehlten einige der potenten Aussteller aus Technik und Catering (satis+fy, PRG, LK-AG, POOL-Group, Käfer, Kofler, Party Löwe u.a.). Einige haben „abgerüstet“ (N&M, G+B), einige die Kosten durch Gemeinschaftsstände reduziert (de Boer, Broich). Agenturen fehlen traditionell.
Nach meinem Eindruck ist die Messebeteiligung für die Big Shots der Branche zu einer Pflichtübung geworden, für einige ist es gar keine Pflicht. Die Zahl der Aussteller sank nach offiziellen Angaben um 8%. Das sollte den Veranstaltern zu denken geben.
Warum sollte ein Corporate Planner oder ein Agentur-Mitarbeiter Zeit und Geld für einen Messe-Besuch investieren? Ausschließlich für’s Networking! Drum waren die Stand-Parties auch ein Renner. Für erfahrene Event-Profis sind die Messestände ein buntes Beiwerk. Auf der anderen Seite gibt es ein enormes Bedürfnis nach persönlichem Austausch. Gerade für Menschen, die das ganze Jahr so „unter Strom“ stehen wie die Event-People.
Fazit: Die BoE wird sich weiter entwickeln, insbesondere ein klares Zielgruppen-Konzept erkennen lassen müssen. Die stb marketplace kann als Vorbild dienen. Im Markt entstehen laufend neue Angebote, so daß eine eindeutige Positionierung wichtiger wird. Allein der Untertitel „Internationale Fachmesse für Wirtschaftskommunikation, Live-Marketing, Veranstaltungsservices und Kongress“ zeugt von einer Menge gedanklicher Unordnung.“
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Peter Cramer
Geschäftsleiter panem et circenses – brot vnd spiele, Kontor für Kommunikation
„Best of Events International – die führende und etablierte Leitmesse der Eventbranche“, so präsentiert sich die „Fachmesse für Wirtschaftskommunikation, Live-Marketing, Veranstaltungsservice & Kongresse“ im Prospekt. Klingt gut, mehr aber auch nicht. Wer dort eigentlich was ausstellen soll und darf, bleibt nebulös. Der Nebel lichtet sich dann vor Ort, wenn die „etablierte Leitmesse“ sich schnell und ernüchternd als großer „Eventflohmarkt mit Gauklerbörse“ entpuppt.
Auf die Messe darf sich offensichtlich jeder, bei dem sich irgendeiner und sei es noch so sinnfreier Bezug zu dem Thema Event konstruieren lässt, als Aussteller präsentieren. Und damit sind wir bei der grundsätzlichen Frage: lässt sich das Thema Live-Marketing überhaupt auf m2 abbilden? Ist eine Messe das richtige Medium? Das darf bezweifelt werden, insbesondere mit Blick auf das Ergebnis, welches den Besuchern in Dortmund präsentiert wird. Das ist unter dem Titel „Leitmesse der Eventbranche“ schlichtweg peinlich. Wenn das, was sich in Dortmund zeigt, „the best of Events“ ist, dann ist berechtigter Zweifel an der Kommunikationsdisziplin Live-Marketing angebracht.
Eventmarketing in dieser Form steht heute bei den Unternehmen nicht vor einem Aus- sondern viel eher vor einem Abbau und das zu Recht. Kritisch hinterfragt waren und sind die meisten Events vielleicht „nice to have“ aber keinesfalls „must have“. Dafür müssen sich die an die Nase fassen, die ihren Kunden schon über Jahre immer gleiches als vermeidlich beste Lösung verkaufen und diejenigen, die auf Kundenseite das zulassen. „Kasperletheater ohne Ideen“ titelt parallel und passend die aktuelle Ausgabe der „brandeins“ (Heft 02/Februar 2011), die eine ganze Heft dem Thema Eventmarketing unter dem köstlich treffenden Titel: „Ufftata, Ufftata“ widmet. Exakter kann der Titel auch für einen Soundtrack zur „Best of Events“ nicht gewählt sein. Ich empfehle das Heft gründlich zu lesen.
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Weitere Meinung gab es bereits zum Statement von “Atze” im Artikel “Ich bin dann mal in Dortmund“. Haben auch Sie eine Meinung zur Best Of Events? Teilen Sie sie!
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“Die Messe war grauenvoll”.
Nach der Kür im letzten Jahr nun also die Pflicht. Auch hier konnte die BoE aus Sicht des Studieninstituts punkten. Genügend Laufpublikum, Messestand als Anlaufstation für alte und neue Kontakte sowie eine glanzvolle Award-Zeremonie (INA- und BEA-Award) sowie ein sehr interessiertes Fachpublikum beim INA-Nachwuchsforum. Aussteller-Herz was willst Du mehr?
Best of Events 2011 – die Leidmesse der Branche?
Die „BEST OF EVENTS“ ist ein wichtiger Branchentreffpunkt mit hohem Nutzwert. Bestens geeignet, um sich sowohl einen Überblick über die verschiedenen Dienstleister zu verschaffen als auch zum Networking. Viele Aussteller präsentierten sich dieses Jahr nochmals größer und professioneller, was eben auch die Entwicklung der Event-Industrie widerspiegelt.
„Es gibt eigentlich keinen gescheiten Grund, nach Dortmund zu fahren. Und doch fahren viele hin, ich auch. Aus einem ganz altmodischen Motiv – Leute treffen.
„Best of Events International – die führende und etablierte Leitmesse der Eventbranche“, so präsentiert sich die „Fachmesse für Wirtschaftskommunikation, Live-Marketing, Veranstaltungsservice & Kongresse“ im Prospekt. Klingt gut, mehr aber auch nicht. Wer dort eigentlich was ausstellen soll und darf, bleibt nebulös. Der Nebel lichtet sich dann vor Ort, wenn die „etablierte Leitmesse“ sich schnell und ernüchternd als großer „Eventflohmarkt mit Gauklerbörse“ entpuppt.
Leider ist es in der Tat richtig, dass die Ladezeiten derzeit etwas länger sind und wir bedauern dies. Wir haben diesbezüglich auch schon unseren Provider kontaktiert und erhielten folgende Antwort:
“… vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne beantworte. Soeben habe ich Ihre Angaben geprüft. Aufgrund der großen Nachfrage nach … Diensten kann es derzeit bei einzelnen Hostingpaketen zu zeitweisen Leistungsschwankungen kommen. Unsere Techniker haben die Gründe dafür bereits identifiziert und arbeiten nun daran, die Schwankungen zu beseitigen. Diese Dienste werden Ihnen in Kürze wieder wie gewohnt zur Verfügung stehen. Wir bitten um Ihr Verständnis und entschuldigen uns, für die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten.”
Wir werden die Situation weiter im Auge behalten und ggf einen Providerwechsel vornehme um weiterhin einen guten Service bieten zu können. Gleichzeitig möchten wir uns aber auch für das Feedback bedanken. Nur so können wir unseren Service weiter verbessern.
Das Team von Das Eventblog
Die Seite ist klasse, leider sind bei mir die Ladezeiten ziemlich lang. Ich nehme nicht an, dass es an der Verbindung liegt, andere Web sites laden deutlich schneller. Haben andere Besucher auch bereits diese Erfahrung gemacht?
Wir sind nun seid 2 Jahren nicht mehr auf der Messe vertreten. Vor drei Jahren waren wir noch mit einem Stand dort, aber inszwischen lohnt sich das nicht mehr. Sicher ist die Messe ein guter Platz um Kollegen zu treffen, auch die ein oder andere Agentur, die man schon kennt. Man sieht sich wieder…..
Auch mir ist aufgefallen, das es sich wiederholt, vom Angebot bis zu den Ausstellern und den Gästen. Sicher ist die Messe als “Networking” wichtig, aber neben den Standpreisen, den Ausgaben blockiert man auch noch mindestens 3 Arbeitstage. Dieses Jahr kam genau in dieser Zeit ein toller Auftrag rein. Für uns hat es sich dieses Jahr gelohnt…. nicht dabei zu sein!